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durch Diabetes ausgelöster Katarakt
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Ernährungstipps
für Meerschweinchen mit Diabetes
Diabetes
mellitus oder Zuckerkrankheit ist eine Störung des Glucose-Stoffwechsels
(näheres dazu lesen Sie hier).
Meerschweinchen mit Diabetes mellitus stellen besondere Ansprüche
an ihre Ernährung - bzw. sie sind von Fütterungsfehlern
viel stärker betroffen als gesunde Meerschweinchen.
Das
Grundfutter ist wie beim gesunden Meerschweinchen Heu.
Es muss immer in guter Qualität und ausreichender Menge zur
Verfügung stehen, Tag und Nacht.
Die
zweite Säule der Ernährung ist Saftfutter, im Sommer
zB frisches Grünfutter von der Wiese, oder Gemüse wie
Gurke, Gemüsepaprika, Salat etc.
Auf die Fütterung von Obst sollte bei Meerschweinchen mit Diabetes
mellitus verzichtet werden, aber auch Wurzelknollen, die als Speicherorgane
der Pflanzen viel Stärke enthalten, zB Karotten, sind nur in
kleiner Menge zu verfüttern.
Futter
auf Getreidebasis und hartes Brot sind für Meerschweinchen
mit Diabetes mellitus tabu!
Bei getreidefreiem Kraftfutter ist allerdings auch Vorsicht geboten,
denn nicht alles, das als getreidefrei deklariert ist, ist für
Diabetes-Patienten tatsächlich geeignet, wie das Studieren
des Kleingedruckten bei den Inhaltsstoffen zeigt. Wirklich unbedenklich
sind nur Pellets, die ausschließlich aus getrockneten Gräsern
und Kräutern bestehen. Wobei für die Fütterung
von Kräutern dasselbe gilt wie bei gesunden Meerschweinchen:
in Maßen gefüttert sind sie eine sinnvolle Futterergänzung,
ein Zuviel (besonders von getrockneten Kräutern in welcher
Darreichungsform auch immer) kann gesundheitsschädlich sein.
Leider
sind für Meerschweinchen mit Diabetes mellitus auch getrocknete
Gemüseflocken meistens nicht geeignet, weil Mischungen häufig
auch Flocken oder Stückchen von Wurzelgemüse enthalten,
zB Karottenflocken, Erbsenflocken oder sogar getrocknetes Obst.
Gepresste Heuglocken und ähnliches sind häufig mit Getreide
versetzt oder es sind getrocknete Obststücke zugesetzt.
Als
gesunden Leckerbissen zwischendurch bietet sich daher in erster
Linie eine Handvoll grüner Hafer bzw. grüner Weizen an
(nicht täglich und aufpassen, dass nicht zu viele Ähren
dabei sind) oder eine Handvoll getrockneter
Blüten und Blätter. Oder ab und zu einmal eine Handvoll
getrockneter Kräuter.
Die
Futterumstellung nach der Diagnose sollte schrittweise erfolgen,
indem man im Laufe von einigen Tagen die Dosis an Kraftfutter reduziert,
ev. den Anteil an Wiesengraspellets erhöht - so sie gefressen
werden - und die Abstände, in denen das Kraftfutter angeboten
wird, sukzessive vergrößert, bis man die Ration getrost
weglassen kann. Auch der Anteil an Obst und Wurzelgemüse wird
schrittweise reduziert und durch verträglicheres Futter ersetzt.
Wenn
man stark bleibt und sich von den bettelnden Blicken und lautstarken
Fiepern nicht erweichen lässt, sondern konsequent zu unbedenklichen
Leckereien wie zB getrocknetem Hafer oder getrockneten Blüten
greift, bekommt man die Erkrankung normalerweise gut in den Griff.
Leider
gilt die Futterumstellung für alle Tiere der Gruppe, da es
meistens nicht möglich ist, das kranke Tier bei den Futterzeiten
so von den anderen zu trennen, dass es die Futterbestandteile, die
es nicht bekommen soll, nicht erwischt. Aber es gelingt einem meistens
trotzdem, den anderen dann und wann einen kleinen Leckerbissen zuzustecken.
;-)
Nachdem die beschriebene Futterumstellung ja nur bedeutet, dass
man auf vieles verzichten muss, das Meerschweinchen ohnehin nicht
fressen sollten, bedeutet sie gleichzeitig eine gesündere Ernährung
für alle Mitglieder der Gruppe.
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