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Käfigbeispiel 1 für eine kleine Gruppe
von Marion Reich


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Auch für eine Meerschweinchengruppe kann man Kombinationskäfige aus handelsüblichen Käfigen zaubern. Natürlich ist in diesem Fall die notwendige Grundfläche nicht zu unterschätzen, deshalb sollte man sich bereits vor der Anschaffung von Meerschweinchen überlegen, wie viele Tiere man überhaupt unterbringen kann.

In diesem Käfigbeispiel ist für eine Gruppe aus 4 bis 5 Meerschweinchen ausreichend Platz. Folgende Käfige wurden für dieses Käfigbeispiel verwendet: ein Käfig mit den Maßen 140 x 70 cm und zwei Käfige mit den Maßen 100 x 50 cm.
Beim 140er-Käfig wurde eine lange Seitenwand hochgeklappt (bzw. ausgehängt), bei den 1-Meter-Käfigen jeweils eine kurze Seitenwand ausgehängt. Der Bereich zwischen beiden 1-Meter-Käfigen ist mit einem Teil eines Zimmerfreilaufgeheges begrenzt und mit einer wasserdichten Unterlage (aufgeschnittener Plastikmüllsack, alter Duschvorhang, altes Wachstischtuch, ..., aber bitte unbedingt darauf achten, dass die Nagezähne auf keinen Fall an das Plastik herankommen), darüber einem alten Leintuch und darüber einer Schicht Handtüchern ausgelegt. Die Seitenteile des Zimmerfreilaufgeheges sind rechts mit Kabelbinder fix am Gitteroberteil des Käfigs befestigt, der schmale Spalt zwischen Gitter und Plastikwanne wird ausgestopft, damit sich weder ein Kleinschein noch ein Schwein in höchster Panik dazwischen durchschieben kann.

Der Spalt zwischen Käfigwanne und Freilaufgitter ist verstopft, damit sich kein Schweinchen durchschummeln kann.

 


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Bei der Einrichtung ist darauf zu achten, dass erstens genug Schlafplätze verfügbar sind (immer mindestens zwei mehr als Tiere in der Gruppe sind - und die Schweinchen entscheiden, was als Schlafplatz zählt, nicht der Halter ;-), zweitens aber die Einrichtungsgegenstände keine Fluchtwege bei Auseinandersetzungen blockieren. Gut geeignet sind daher Unterstände, unter denen man sich bequem hinkuscheln kann, auf die man im Fall eines Falles aber auch schnell springen kann, wenn eines der Mitschweinchen gerade stinkig ist. Auch Weidenbrücken sind sehr beliebt und können auch einmal als Raumteiler fungieren ("Nein, ich seh dich jetzt gar nicht!"). Kuschelsachen haben den großen Vorteil, das man sich an ihnen wirklich nicht wehtun kann, dafür sind sie natürlich reinigungsintensiver und in Hängesäcken oder Nestern kann man ein gerade ungeliebtes Mitschwein auch schön in die Enge treiben. Außerdem muss beim Montieren und Aufstellen aller Kuschelsachen darauf geachtet werden, dass das Verletzungsrisiko möglichst klein gehalten wird. Meerschweinchen sind manchmal recht ungeschickt...

Man sollte die Tiere auf jeden Fall am Anfang im neuen Käfig genau beobachten, um Gefahrenquellen, die einem vielleicht entgangen sind, ausfindig zu machen - Meerschweinchen sind da sehr erfinderisch und halten sich häufig nicht an die vom Halter beabsichtigten Verwendungszwecke!

Nachdem man nie weiß, welches Weibchen gerade von einem anderen angegiftet wird, ist es unbedingt empfehlenswert, in allen Käfigen je eine Wasserflaschen anzubringen und überall Heu und Saftfutter anzubieten, damit kein Tier von Nahrung und Wasser abgeschnitten ist!

Die einzelnen Bereiche des Käfigs sind unterschiedlich eingerichtet: mit Kuschelsachen, Weidenbrücken, einem Korkrindentunnel und den oben schon genannten Unterständen.
Die meiste Zeit verbringt die Gruppe aber im großen Käfig, in dem mit einem langen L-förmigen Unterstand genug Liegeplatz für alle geschaffen wurde. Auch das Futter gibt es vorrangig in diesem Käfig. Die anderen Käfige dienen zum Austoben für die Kleinschweine bzw. zum Ausweichen, wenn man gerade einmal keinem anderen Meerschweinchen begegnen möchte - oder einfach zum gemütlichen Abhängen, ob allein oder zu zweit.

Zum Freilauf in die Wohnung geht es bei dieser Käfigkonstellation bequem durch eine "Tür" im Zimmerfreilaufgehege, denn Meerschweinchen sollten unbedingt die Möglichkeit zum täglichen Freilauf erhalten, damit es im Käfig nicht zu langweilig wird.
Um zu verhindern, dass die Meerschweinchen die Gittertür einfach mit der Schnauze aufschieben, wenn sie eigentlich im Käfig bleiben sollten, empfiehlt es sich, die "Tür" entweder am Gitter zu fixieren oder das Aufschieben einfach durch einen Türstopper zu verhindern.

 



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Nach der Eingliederung von Dinih in meine 5er-Gruppe war ein Umbau des Käfigs notwendig. Um die Möglichkeit, dass ein Meerschweinchen von einem anderen in die Enge gedrängt werden kann, zu minimieren, habe ich die Anlage "kompakter" gestaltet und mit weniger Zwischengitter. Gleichzeitig habe ich die Grundfläche um einen weiteren 1-Meter-Käfig vergrößert, was den Tierchen die Möglichkeiten bieten sollte, einander besser aus dem Weg zu gehen

Beim 1,40er-Käfig habe ich ein langes Seitenteil ausgehängt, ebenso beim vorderen 1-Meter-Käfig. Die anderen Gitterteile habe ich aus den Einzelteilen des zusammenklappbaren Gitteroberteils eines weiteren 1-Meter-Käfigs zusammengebastelt und mit Kabelbindern fixiert.

Der Ausstieg in den Freilauf erfolgt wieder über umgedrehte Kartons, die mit Handtüchern bedeckt sind, diesmal ist der Ausstieg allerdings breiter, was den großen Vorteil hat, dass sich nicht ein Schweinchen breit hinsetzen kann und damit alle anderen am Herauskommen hindert.

 


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Neben dem langen L-förmigen Unterstand, der schon in der alten Käfigvariante im 1,40er-Käfig Verwendung gefunden hat, habe ich diesmal auch im mittleren 1-Meter-Käfig einen durchgehendes Unterstand "installiert". So haben die Schweinchen die Möglichkeit, jeden Käfig zu erreichen, ohne jedes Mal hinunter- und wieder hinaufspringen zu müssen. Der Raum unter diesem langen Unterstand hat sich auch zu einem sehr beliebten Liegeplatz entwickelt. Der große Weidentunnel sorgt dafür, dass das Brett nicht verrutschen kann.
Während der Unterstand im großen Käfig 25 cm breit ist, habe ich mich im doch wesentlich schmäleren 1-Meter-Käfig für ein 20 cm breites Brett entschieden. So ist sichergestellt, dass die Tierchen genug Platz zum Springen haben.



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Hier ist noch eine weitere Variante des Käfigs für eine 4er- bis 5er-Gruppe. Ich nahm den äußersten Käfig, den sie kaum genutzt hatten, weg und stellte aus Teilen des Gitteroberteils eines Käfigs eine Abtrennung nach außen zusammen.

Die größte Schwierigkeit dabei war, dass das verbleibende Gitteroberteil des rechten 1-m-Käfigs seine Stabilität behalten musste, obwohl ich zwei Seitenteile entfernte. Ich verwendete zur Abstützung einen Teil eines Zimmerfreilaufgeheges. Dadurch war die freie Bewegungsmöglichkeit für die Schweinchen im Käfig weiter gegeben, es gibt nur eine kleine Gittertrennwand neben dem Kuscheiglu oder Kuschelnest (auf dem Bild unten hoffentlich zu erkennen).
In den Zimmerfreilauf geht es nach wie vor über die umgedrehten Pappkartons.

 

 

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Und noch eine Möglichkeit, wie man mehrere Käfige zu einer großen Käfiglandschaft zusammenstellen kann: Ich habe wieder sehr darauf geachtet, dass möglichst wenig Möglichkeit besteht, dass ein Schweinchen ein anderes in die Enge treiben kann.

Wie bei den Käfigbespielen oben war auch diesmal wieder ein 1,40er Käfig beteiligt, zusätzlich zwei 1-Meter-Käfige. Der Innenraum des Käfigs ist vollkommen frei von Gittern, die Abgrenzung der beiden 1-Meter-Käfige habe ich aus Einzelteilen der klappbaren Gitteroberteile zusammengebaut und mit Kabelbindern gut fixiert, sodass man am Gitter Wasserflaschen befestigen kann. Nach oben hin sind die beiden Käfige ganz offen.

Die Einrichtung des 1,40er-Käfigs habe ich mit dem L-förmigen Unterstand beibehalten. Zusätzlich gibt es hier den geliebten Korktunnel und natürlich Kuschelsachen. In einem der kleinen Käfigen ist ein Unterstand über die ganze Länge und im anderen Käfig gibt es einen Unterstand über die Breite. Ergänzt wird die Einrichtung durch einen zweiten Unterstand und einen Weidentunnel. Natürlich dürfen auch hier Kuschelsachen nicht fehlen. ;-)



       

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