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Auch
für eine
größere Meerschweinchengruppe kann man Kombinationskäfige
aus handelsüblichen Käfigen zaubern. Natürlich
ist in diesem Fall die notwendige Grundfläche nicht
zu unterschätzen, deshalb sollte man sich bereits
vor der Anschaffung von Meerschweinchen überlegen,
wie viele Tiere man überhaupt unterbringen kann.
In
diesem Käfigbeispiel ist für eine Gruppe aus
4 bis 5 Meerschweinchen ausreichend Platz, es wäre
aber auch möglich auf dieser Grundfläche 6 Tiere
unterzubringen. Allerdings muss man dabei bedenken, dass
der 140er-Käfig der "Hauptraum" des Kombinationskäfigs
ist. Fünf Meerschweinchen haben gleichzeitig Platz
in dem Käfig - wenn man das individuelle Platzbedürfnis
von Meerschweinchen beachtet - für mehr Tiere wird
es aber schon eng. Will man 6 Tiere in einem solchen Käfig
halten, muss es sich um eine sehr harmonische Gruppe handeln,
sonst ist man vermutlich mit der Kombination
von zwei 1,40er-Käfigen besser beraten (oder
mit einem entsprechend großen Eigenbau).
Folgende
Käfige wurden für dieses Käfigbeispiel
verwendet: ein Käfig mit den Maßen 140 x 70
cm und zwei Käfige mit den Maßen 100 x 50 cm.
Beim 140er-Käfig wurde eine lange Seitenwand hochgeklappt
(bzw. ausgehängt), bei den 1-Meter-Käfigen jeweils
eine kurze Seitenwand ausgehängt. Der Bereich zwischen
beiden 1-Meter-Käfigen ist mit einem Teil eines Zimmerfreilaufgeheges
begrenzt und mit einer wasserdichten Unterlage (aufgeschnittener
Plastikmüllsack, alter Duschvorhang, altes Wachstischtuch,
..., aber bitte unbedingt darauf achten, dass die Nagezähne
auf keinen Fall an das Plastik herankommen), darüber
einem alten Leintuch und darüber einer Schicht Handtüchern
ausgelegt. Die Seitenteile des Zimmerfreilaufgeheges sind
rechts mit Kabelbinder fix am Gitteroberteil des Käfigs
befestigt, der schmale Spalt zwischen Gitter und Plastikwanne
wird ausgestopft, damit sich weder ein Kleinschein noch
ein Schwein in höchster Panik dazwischen durchschieben
kann.
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Der
Spalt zwischen Käfigwanne und Freilaufgitter
ist verstopft, damit sich kein Schweinchen durchschummeln
kann.
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Bei
der Einrichtung ist darauf zu achten, dass erstens genug
Schlafplätze verfügbar sind (immer mindestens
zwei mehr als Tiere in der Gruppe sind - und die Schweinchen
entscheiden, was als Schlafplatz zählt, nicht der
Halter ;-), zweitens aber die Einrichtungsgegenstände
keine Fluchtwege bei Auseinandersetzungen blockieren.
Gut geeignet sind daher Ebenen, unter denen man sich bequem
hinkuscheln kann, auf die man im Fall eines Falles aber
auch schnell springen kann, wenn eines der Mitschweinchen
gerade stinkig ist. Auch Weidenbrücken sind sehr
beliebt und können auch einmal als Raumteiler fungieren
("Nein, ich seh dich jetzt gar nicht!"). Kuschelsachen
haben den großen Vorteil, das man sich an ihnen
wirklich nicht wehtun kann, dafür sind sie natürlich
reinigungsintensiver und in Hängesäcken oder
Nestern kann man ein gerade ungeliebtes Mitschwein auch
schön in die Enge treiben. Außerdem muss beim
Montieren und Aufstellen aller Kuschelsachen darauf geachtet
werden, dass das Verletzungsrisiko möglichst klein
gehalten wird. Meerschweinchen sind manchmal recht ungeschickt...
Man
sollte die Tiere auf jeden Fall am Anfang im neuen Käfig
genau beobachten, um Gefahrenquellen, die einem vielleicht
entgangen sind, ausfindig zu machen - Meerschweinchen
sind da sehr erfinderisch und halten sich häufig
nicht an die vom Halter beabsichtigten Verwendungszwecke!
Nachdem
man nie weiß, welches Weibchen gerade von einem
anderen angegiftet wird, ist es unbedingt empfehlenswert,
in allen Käfigen je eine Wasserflaschen anzubringen
und überall Heu anzubieten, damit kein Tier von Nahrung
und Wasser abgeschnitten ist!
Die
einzelnen Bereiche des Käfigs sind unterschiedlich
eingerichtet: mit Kuschelsachen, Weidenbrücken, einem
Korkrindentunnel und Ebenen.
Die meiste Zeit verbringt die Gruppe aber im großen
Käfig, in dem mit einer langen L-förmigen Ebene
genug Liegeplatz für alle geschaffen wurde. Auch
das Futter gibt es vorrangig in diesem Käfig. Die
anderen Käfige dienen zum Austoben für die Kleinschweine
bzw. zum Ausweichen, wenn man gerade einmal keinem anderen
Meerschweinchen begegnen möchte - oder einfach zum
gemütlichen Abhängen, ob allein oder zu zweit.
Zum
Freilauf in der Wohnung geht es bei dieser Käfigkonstellation
bequem durch eine "Tür" im Zimmerfreilaufgehege,
denn auch Meerschweinchen, die in einem großen Käfig
gehalten werden, in dem sie einiges an Bewegung machen
können, sollten unbedingt die Möglichkeit zum
täglichen Freilauf erhalten, damit es im Käfig
nicht zu langweilig wird.
Um zu verhindern, dass die Meerschweinchen die Gittertür
einfach mit der Schnauze aufschieben, wenn sie eigentlich
im Käfig bleiben sollten, empfiehlt es sich, die
"Tür" entweder am Gitter zu fixieren oder
das Aufschieben einfach durch einen Türstopper zu
verhindern.
Nach
der Eingliederung von Dinih in meine 5er-Gruppe lebten
6 Meerschweinchen in dieser Käfiganlage. Um zusätzliche
Liegefläche zu schaffen, wurde einer der Käfige
etwas umgestaltet und enthält nun einen Teil der
"alten" Einrichtung aus Dinihs Käfig. Das
"Papp-Reihenhäuschen" hat sich vor allem
in kleineren Käfigen sehr bewährt, weil die
Tiere so eine eigene Nische zur Verfügung haben.
Es besteht einfach aus einer Kopierpapierschachtel, die
in die Hälfte geschnitten und so zusammengeklebt
wird, dass zwei Häuschen nebeneinander entstehen.
Es zeigte sich allerdings, dass der 1,40er-Käfig
für 6 Tiere zu klein ist (wie schon oben beschrieben)
und dass Dinih hauptsächlich die beiden 1-Meter-Käfig
nutzen konnte. So wurde sie immer an den Rand gedrängt,
was dem Gruppenzusammenhalt auf die Dauer nicht gerade
zuträglich war.
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Ich
entschloss mich daher zu einem Umbau der Anlage:
Um die Möglichkeit, dass ein Meerschweinchen
von einem anderen in die Enge gedrängt zu
werden, zu minimieren, habe ich die Anlage "kompakter"
gestaltet und mit weniger Zwischengitter. Gleichzeitig
habe ich die Grundfläche um einen weiteren
1-Meter-Käfig vergrößert, was
den Tierchen die Möglichkeiten bieten sollte,
einander besser aus dem Weg zu gehen. Dieser zusätzliche
Käfig (im Bild ganz vorne) wird aber kaum
genutzt.
Beim
1,40er-Käfig habe ich ein langes Seitenteil
ausgehängt, ebenso beim vorderen 1-Meter-Käfig.
Die anderen Gitterteile habe ich aus den Einzelteilen
des zusammenklappbaren Gitteroberteils eines weiteren
1-Meter-Käfigs zusammengebastelt und mit
Kabelbindern fixiert.
Der
Ausstieg in den Freilauf erfolgt wieder über
umgedrehte Kartons, die mit Handtüchern bedeckt
sind, diesmal ist der Ausstieg allerdings breiter,
was den großen Vorteil hat, dass sich nicht
ein Schweinchen breit hinsetzen kann und damit
alle anderen am Herauskommen hindert.

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Neben
dem langen L-förmigen Brett, das schon in
der alten Käfigvariante im 1,40er-Käfig
Verwendung gefunden hat, habe ich diesmal auch
im mittleren 1-Meter-Käfig ein durchgehendes
Brett "installiert". So haben die Schweinchen
die Möglichkeit, jeden Käfig zu erreichen,
ohne jedes Mal hinunter- und wieder hinaufspringen
zu müssen. Der Raum unter diesem langen Brett
hat sich auch zu einem sehr beliebten Liegeplatz
entwickelt. Der große Weidentunnel sorgt
dafür, dass das Brett nicht verrutschen kann.
Während das Brett im großen Käfig
25 cm breit ist, habe ich mich im doch wesentlich
schmaleren 1-Meter-Käfig für ein 20
cm breites Brett entschieden. So ist sichergestellt,
dass die Tierchen genug Platz zum Springen haben.

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Hier
ist noch eine weitere Möglichkeit zu sehen,
wie man mehrere Käfige zu einer großen
Käfiglandschaft zusammenstellen kann. Ich
habe diesmal wieder sehr darauf geachtet, dass
möglichst wenig Möglichkeit besteht,
um ein anderes Schweinchen in die Enge zu treiben.
Bei mir haben für kurze Zeit 5 Meerschweinchen
in dieser Käfiganordnung gelebt - nachdem
sie nicht wirklich einen glücklichen Eindruck
gemacht haben, bin ich dann wieder auf die oben
beschriebene Aufstellung zurückgekommen.
Dass der Käfig in dieser Anordnung nicht
auf Gefallen gestoßen ist, hat aber sicher
auch damit zu tun, dass Benji gerade gestorben
war und die Weibchen der Gruppe sich ohne Bock
erst wieder in ihrer Rangordnung zurecht finden
mussten.
Wie
bei den Käfigbespielen oben, war auch diesmal
wieder ein 1,40er Käfig beteiligt, zusätzlich
zwei 1-Meter-Käfige. Die Gitteroberteile
der einzelnen Käfige habe ich so umgestaltet,
dass der Innenraum vollkommen frei von Gittern
ist und die Schweinchen bequem hin- und herwechseln
können. Dazu musste ich die Gitterteile oben
recht gut aneinander befestigen, damit die Konstruktion
noch eine gewisse Stabilität hat und die
fast freischwebenden Gitterteile nicht zu weit
in den Käfig hinunterhängen.
Die
Einrichtung des 1,40er-Käfigs habe ich mit
dem L-förmigen Brett beibehalten. In einem
der kleinen Käfigen ist ein Brett über
die ganze Länge und im anderen Käfig
gibt es einen Unterstand über die Breite.
Ergänzt wird die Einrichtung durch Weidentunnel
und einen Korktunnel. Natürlich dürfen
auch Kuschelsachen nicht fehlen. ;-)
Hier
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Der
Innenraum ist ganz gitterfrei, so können
die Schweinchen beliebig zwischen den
Käfigen wechseln.
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