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Käfigbeispiel 1 für zwei Meerschweinchen
von Marion Reich


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Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie man im Handel erhältliche Meerschweinchenkäfige zu Kombinationskäfigen kombinieren kann, die sich für die Haltung von 2 Meerschweinchen recht gut einigen.

Ich habe mich für ein anfangs nicht überaus verträgliches Pärchen (Merlin, etwa 4 Jahre alter, kastrierter Meerschweinchen-Bock aus zweiter Hand und Freja, etwa 1-jähriges Weibchen ebenfalls aus zweiter Hand) für eine Grundfläche von knapp einem Quadratmeter entschieden - zusätzlich hatten die beiden zweimal täglich die Möglichkeit zum Freilauf. Nachdem mir ein 1 x 1 m großer, quadratischer Käfig zu unhandlich ist (beim Säubern, aber vor allem beim Transport), habe ich zwei Käfige mit der Grundfläche von etwa 100 x 50 cm zusammengestellt (siehe Fotos). Damals gab es noch keine 1,40er- oder 1,60er-Käfige im Handel.
Analog zur Kombination von zwei 1-Meter-Käfigen kann man natürlich auch zwei Käfige mit den Maßen 120 x 60 cm oder größere Käfige miteinander kombinieren, um mehr Platz anzubieten.

 


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Beim hinteren Käfig habe ich dazu einfach die Gittertür ausgehängt und beim vorderen Käfig beim Kauf darauf geachtet, dass sich die Seitenwände komplett hochklappen lassen.
Einziger kleiner Schöhnheitsfehler: Die Gitterstäbe sollten nicht farbig lackiert sein, vor allem, wenn man Gitternager hat - Merlin und Freja haben das zum Glück nie getan.
Nachdem meine Meerschweinchen zwei Mal am Tag Freilauf im Zimmer haben, ist ein komfortabler Ausstieg aus dem Käfig besonders wichtig. Das Brett innen im Käfig und die Rampe (die sie allerdings immer tunlichst gemieden haben, um lieber daneben zu springen) verdecken die Gittersprosse, in der die Tür eingehängt ist. (Genaueres dazu finden Sie hier.) Bei Gittertüren, die nach oben oder unter geklappt werden, muss man immer darauf achten, dass die Meerschweinchen nicht beim Hinaus- oder Hineinspringen mit den Beinchen am Gitter hängen bleiben.


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Alternativ kann man, wenn man ausreichend Platz zur Verfügung hat, auch zwei Käfige mit den schmalen Seiten aneinanderstellen. Merlin und Freja bevorzugten diese Zusammenstellung, vermutlich weil der Käfig nicht so verwinkelt ist und sie auch bequem nebeneinander von einem Käfig in den anderen wechseln konnten.

Einen kleinen Nachteil hat allerdings auch diese Anordnung: Die Abstände zwischen den beiden Gitteroberteilen sind relativ groß. Ein Kleinschweinchen könnte da leicht entwischen. Bei ausgewachsenen Tieren ist die Gefahr zwar nicht so groß, trotzdem habe ich die beiden Oberteile mit Draht aneinander befestigt, sodass sie auch nicht auseinandergedrückt werden können. Nur das Saubermachen der Gitteroberteile ist dadurch natürlich erschwert.


Man kann die Kombinationskäfige ganz nach dem eigenen Geschmack einrichten. Wichtig ist nur, dass die Tiere ohne Verletzungsgefahr von einem Käfig in den anderen gelangen können. Hier sieht man die Ebene, die an der Verbindungsstelle zwischen den beiden Käfigen steht.


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Um aus dem Käfig zu gelangen, wird bei diesen Käfigbeispielen einfach das vordere Gitter nach oben geklappt und die Tiere gelangen über die schmale Seite des Käfigs ins Freie. Zusätzlich kann man als Unterstützung zum Herausspringen außerhalb des Käfigs Kartons in der richtigen Höhe bereitstellen, am besten mit einem Handtuch oder Vergleichbarem bedeckt, damit die Schweinchen auf der glatten Oberfläche nicht ausrutschen können. Das Gitterseitenteil des Käfigs wird, wenn die Tierchen im Käfig sind, sicherheitshalber festgebunden oder mit Draht fixiert, denn manche Meerschweinchen sind richtige Ausbruchskünstler. ;-)

Jede Art von Kombinationskäfig ist aber nur für Meerschweinchen geeignet, die sich problemlos bewegen können und daher ohne Schwierigkeiten von einem Käfigteil in einen anderen wechseln können. Liegt eine körperliche Einschränkung vor, sollte einer durchgehenden Grundfläche der Vorzug gegeben werden. Auch bei Meerschweinchen-Senioren kann Vorsicht angebracht sein. Bei größeren Gruppen kann man durch die Kombination mehrerer 1-Meter-Käfige zwar auf eine angemessene Grundfläche kommen, aber es hat den Nachteil, dass der Lebensraum sozusagen in viele "kleine Zimmer" aufgeteilt ist - das kann dazu führen, dass sich die Tiere leichter in die Enge treiben können. Und außerdem halten sich Meerschweinchen meistens bevorzugt gemeinsam in einem "Abteil" auf - einer größeren Grundfläche bei zumindest einem Käfig ist daher der Vorzug zu geben (Beispiele dafür finden Sie hier).


       

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