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Fellpflege & Krallenpflege

Meerschweinchen brauchen abhängig von ihrer Haarlänge unterschiedlich viel Unterstützung bei der Fellpflege. Kurzhaarige Rassen, wie zB Glatthaar, Crested, Rosette, Rex oder US-Teddy, sind in Bezug auf ihr Fell Selbstversorger. Wenn man den Käfig regelmäßig säubert, sind sie absolut pflegeleicht.

Anders sieht das bei Langhaarrassen aus. Das Fell neigt, abhängig von der Rasse, zu mehr oder weniger Verfilzungen. Es ist daher notwendig, die Tiere regelmäßig zu bürsten, im Normalfall etwa einmal in der Woche.
Vorteilshaft ist auch ein regelmäßiger Haarschnitt, besonders im Bereich des Hinterteils, denn natürlich kommt es dort zu besonders starken Verschmutzungen, die zur Entwicklung eines stärkeren Geruchs oder auch zu gesundheitlichen Problemen führen können, wenn die Fellpflege vernachlässigt wird und die Tiere nicht ausreichend sauber gehalten werden.
Langhaarmeerschweinchen sollten von klein auf, am besten noch beim Züchter, daran gewöhnt werden, dass sie regelmäßiges Bürsten zulassen!


Übermäßiges Krallenwachstum bei einem Notmeerschweinchen aus einem Vernachlässigungsfall

Die Krallenpflege ist ein Thema, dass alle Meerschweinchen angeht. Besonders in Innenhaltung bzw. bei jeder Haltung auf einem weichen Untergrund kommt es zu einer ungenügenden Abnutzung der Krallen und damit zu einem zu starken Wachstum. Die Krallen drehen sich dann meistens wie ein Korkenzieher ein und behindern die Tiere bei der Fortbewegung.

Besonders bei den Vorderpfoten kommt es häufig vor, dass sich die äußerste Kralle eindreht. Das ist besonders gefährlich, da sie Verletzungen des Ballens bewirken kann, die in weiterer Folge zu einem Ballenabszess führen können.

Es ist daher unbedingt notwendig, dass die Krallen regelmäßig, am besten einmal alle zwei bis drei Wochen kontrolliert und, falls die Krallen zu lang sind, mit einer Krallenschere oder einem Zwicker gekürzt werden. Bei hellen Krallen schneidet man ein Stückchen vor dem durchbluteten Bereich, dem so genannten Leben.
Bei dunklen Krallen ist es wesentlich schwieriger zu erkennen, bis wohin man schneiden kann, ohne das Tier zu verletzten. Am besten man schneidet öfter, aber dafür immer nur ein bisschen weg.

Am besten lassen Sie sich das Krallenschneiden von Ihrem Züchter oder Ihrem Tierarzt einmal zeigen.
Tipps zum vorbereitenden Training zur Fellpflege bzw. zum Krallenpflege finden Sie hier.

Hier sehen Sie noch Beispiele für überlange Krallen aus einem Vernachlässigungsfall:

 
 
 

 

Text: Marion Reich; Foto 1: Cornelia Schiketanz, Fotos 2 bis 6: Claudia Gebhart

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