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Haltung im Eigenbau
von Susi Pelka

Es gibt viele Möglichkeiten einen Eigenbau zu fertigen. Der Fantasie der Halter sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Hauptsache, es kommt den natürlichen Bedürfnissen der Meerschweinchen zu Gute!
Inspirieren lassen kann man sich auf einer der zahlreichen Internetseiten, auf denen Meerschweinchenhalter stolz ihre tollen Bauten präsentieren.
Man kann hier zwischen unterschiedlichen Variationen entscheiden.

Zum einen gibt es den so genannten Flachbau. Hierbei wird in aller Regel eine Begrenzung gebaut, die nach guter Isolation des Bodens (Bodenkälte kann Meerschweinchen sehr krank machen) meist mit Teichfolie oder Kunststoffbodenbelag ausgelegt wird.

Bei dieser Art Eigenbau wird ausschließlich auf eine ebene, große Fläche Wert gelegt, die dann ensprechend mit Einstreu, Heu, Wasser und Einrichtungsgegenständen aller Art versehen wird.
Wer viel Platz hat, für den ist diese Möglichkeit empfehlenswert, das Meerschweinchen möglichst große Flächen auf einer Ebene bevorzugen. Vor allem größere Meerschweinchengruppen können hier lustig toben, sich jagen oder einfach einmal ausrennen, ohne gleich nach dem Sprint schon wieder am Ende angekommen zu sein.
Weitere Beispiele

Eine weitere Möglichkeit sind Doppelstockeigenbauten oder Flachbauten mit Zwischenetagen. Diese Variante ist etwas für Halter, die nicht so viel Platz zur Verfügung haben wie Halter mit einem Flachbau. Dennoch möchten sie den Tieren sehr viel Platz und auch Rückzugsmöglichkeiten bieten.
So können Meerschweinchen, die gerade ihre Ruhe möchten oder einer Rüppelei aus dem Weg gehen wollen, einfach die Etage wechseln.

Mehr dazu finden Sie hier!

Eine der beliebtesten Eigenbautenarten sind die so genannten Regalbauten. Diese werden aus Regalen, wie sie beispielsweise in einem schwedischen Möbelhaus zu finden sind, gefertigt. Praktisch ist die Tiefe von 50 cm bei diesen Regalen. Die Regale lassen sich beliebig erweitern und kombinieren. Sie sollten jedoch eine Länge von 120 cm nicht unterschreiten, da die Meerschweinchen sonst keine Rennfläche mehr haben. Nun können mehrere Etagen durch eine Treppe miteinander verbunden werden.
Besonders Züchter und Halter von großen bzw. mehreren Gruppen schätzen diese Form der Haltung sehr, da sie hier auch Kombinationsmöglichkeiten einbauen können und somit Bereiche nach Bedarf vergrößern oder abtrennen können.

Natürlich gibt es noch viele andere Möglichkeiten einen Eigenbau zu fertigen. Hier wurden drei Grundarten von Eigenbauten vorgestellt. Wenn in einem der Wunsch reift, auch einen Eigenbau zu zimmern, ist es wichtig, sich als erstes einen guten Platz dafür zu überlegen. Frei von Zugluft, hell und vom Fußboden her gut isoliert sollte er sein. In aller Regel ist es nach dem Aufbau kaum mehr möglich den Eigenbau von seinem Standort zu bewegen.

Der größte Vorteil eines Eigenbaus ist, dass man ihn sehr gut in seinen Wohnraum integrieren kann. Mit Holz gebaut, fügt er sich in die Gemütlichkeit des Raumes ein. Außerdem kann man mit einem Eigenbau stärker dem Platzbedürfnis von Meerschweinchen gerecht werden.
Beispielsweise durch eine Front aus Plexiglas, auch Acrylglas genannt, hat man einen wunderbaren, ungestörten Blick auf seine Meerschweinchen. Wichtig ist jedoch zu beachten, dass eine solche Front keine Luft durchlässt. Man muss also dafür sorgen, dass genügend Luft zu den Meerschweinchen kommen kann. Höher als 30 cm sollte die Plexiglasfront nicht hoch sein. Besonders im Sommer kann es sonst leicht zu einem Hitzestau kommen, der für Meerschweinchen lebensbedrohlich ist. Mehr zu diesem Thema lesen Sie hier.

Arbeitet man mit reinem Holz, ist es wichtig, dieses vor Feuchtigkeit zu schützen. Das kann man durch Lackierung mit ungiftigem Spielzeuglack oder einem Holzschutz auf Bienenwachsbasis tun. Empfehlenswert ist es, den Boden mit einem flüssigkeitsundurchlässigen Material (bespielsweise Teichfolie oder Kunststoffbodenbelag) abzudecken und die Ränder bzw. Übergänge zu den Wänden mit einem auf Essigbasis hergestellten Aquariumsilikon zu verschließen. Dadurch lässt sich der Boden auch feucht auswischen. Zur Befestigung des Bodenbelages hat sich doppelseitiges Klebeband bestens bewährt.

Einige Halter haben auch kunststoffbeschichtete Spanplatten für sich entdeckt. Diese Platten braucht man nur noch zu verschrauben und mit Aquariumsilikon abzudichten, damit keine Flüssigkeiten in die Ritzen laufen kann.

Natürlich soll ein grundlegender Nachteil von Eigenbauten hier nicht verschwiegen werden. Wenn es zu Krankheiten kommen sollte, die einer gründlichen Reinigung und Desinfektion bedürfen, gibt es meist keine Möglichkeit, den Eigenbau mal eben in der Badewanne oder Dusche heiß auszuwaschen und gründlichst zu reinigen, wie es bei handelsüblichen Käfigen der Fall ist. Erfahrungsgemäß kommt es allerdings selten zu einem solchen Ernstfall. Er sollte hier aber Erwähnung finden.

Links zum Thema Eigenbau:
www.meerschwein.ch
www.tierische-eigenheime.de.tl
www.wutzenarchitekt.de
www.kleintierparadies.com



       

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