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Erfahrungsbericht: 6 Monate Bodengehege mit Songmics und Einstreu
von Marion Reich


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Vor ca. 6 Monaten hatte ich eine Änderung in meiner Gruppenstruktur und brauchte für Chelsea, die als Folge einer Mittel-/Innenohrentzündung im Kleinschwein-Alter gewisse bleibende Beieinträchtigungen des Gleichgewichtsorgans hatte, ein möglichst barrierefreies Gehege. Auch für meinen Senior Muffin, den Bock der Gruppe, sollte dieses Gehege möglichst gut geeignet sind.
Andererseits wollte ich mir aber eine gewisse Flexibilität bewahren, um das Gehege verkleinern oder vergößern zu können, je nach den Gegebenheiten der jeweiligen Gruppengröße. Außerdem war es wichtig, dass alle ohne Probleme zum Freilauf ins Zimmer kommen konnten.

Nach längeren Überlegungen habe ich mich daher für ein Bodengehege aus Songmics-Platten entschieden. Allerdings nicht in Kombination mit Fleecehaltung, die für mich nicht praktikabel ist, sondern mit Einstreu.
Ich muss zugeben, dass das nach der Haltung in Käfigtassen für mich eine recht große Umstellung war, denn einiges an gewohnter Bequemlichkeit ist verloren gegangen. Andererseits waren die Fellnasen vom 1. Moment an begeistert - was will man mehr. ;-)

Als Unterlage für das Bodengehege habe ich einen dickeren Baumwollteppich, alte Duschvorhänge, eine Schicht Zeitungspapier und Teichfolie aufgelegt. Bodenkälte ist bei mir in der Wohnung zum Glück kein Thema, aber der unter dem Gehege liegende Bodenbelag sollte optimal geschützt werden.
An den Wänden habe ich die Teichfolie hochgezogen und am oberen Rand der Songmics-Platten mit Kluppen befestigt. So ist auch die Wand gut geschützt.
An den vorderen Songmics-"Wände" halten nur kleine Baumwollteppiche oder Handtücher die Einstreu davon ab, sich ganz frei im Zimmer zu verteilen, denn leider rutscht immer ein gewisser Teil an Einstreu unter den Platten durch und verteilt sich im Zimmer.

Im Moment hat das Bodengehege eine Grundfläche von ca. 2,5 Quadratmetern für 4 Schweinchen. Es ist L-förmig gebaut, damit möglichst viel Deckung durch die Wand des Zimmers (und damit auch Stabilität fürs Gehege) gegeben ist. Damit ich auch noch leicht in alle Ecken komme und das Gehege gut ausmisten bzw. auch einfach Futter verteilen oder ein Schweinchen herausfangen kann, ist es an keiner Stelle breiter als 90 cm.

Nach etwa 6 Monaten Leben mit dem Bodengehege kann ich folgende Vor- und Nachteile des Songmics-Geheges feststellen.

    Vorteile:
  • Die Meerschweinchen lieben die große durchgehende Grundfläche und das einfache Laufen ins Zimmer.
  • Es ist flexibel aufstellbar und kann je nach Gruppengröße verkleinert, vergrößert oder einfach umgebaut werden.
  • Die einzelnen Platten sich leicht zu reinigen. Sie saugen sich nicht mit Urin an und haben daher auch keinen unangenehmen Geruch.
  • Wenn ich mich einmal für eine andere Gehegeform entscheide, sind die Platten einfach und schnell abgebaut, gereinigt und platzsparend verstaubar.
  • Es kann einfach ein Teil des Geheges abgeteilt werden, wenn man einen Neuzugang hat, der nicht sofort zu den anderen darf. In diesem Fall ist auch eine einfache Kombination mit den Gitterelementen eines Freilaufgeheges möglich, sodass sich die Tiere durchs Gitter beschnuppern können (Achtung: keine Quarantänesituation!).
  • Bei einer ausreichend großen Grundfläche (!) und nicht zu hohen Seitenwänden (!) ist ein guter Luftaustausch mit der Umgebung gewährleistet. Dadurch kommt es auch zu keinem Wärmestau. Das Gehege bietet aber einen gewissen Schutz vor Zugluft.

    Nachteile:
  • Die Platten sind undurchsichtig. Man sieht zwar, wenn ein Schweinchen direkt an den Platten vorbeigeht. Ein Beobachten der Tiere wie durch Gitterstäbe ist aber nicht möglich. Das ist für mich der größte Nachteil.
  • Wie oben schon geschrieben, in Kombination mit Einstreu ist man ständig am Streukehren oder Saugen.
  • Es ist absolut ungeeignet für Meerschweinchen, die gerne ihr Zähne in Songmics-Platten schlagen.
  • Es ist nur geeignet, wenn man keine anderen Tiere im Haushalt hat, die von Meerschweinchen fern gehalten werden müssen, und es ist kein übermäßig stabiles Gehege.
  • Das Gehege sollte mindestens 2 Quadratmeter groß sein, damit der Luftaustausch mit der Umgegebung gut funktioniert. Für kleineren Platzbedarf würde ich es aus diesem Grund nicht verwenden.

Im Großen und Ganzen bin ich mit meinem Songmics-Gehege zufrieden und, da ich derzeit zum Glück keinen Songmics-Nager in der Gruppe habe, werde ich diese Gehegeform sicher noch einige Zeit in Verwendung haben.


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Hier sieht man die Variante mit dem durch ein Gitterelement abgetrennten Abteil.


       

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