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Fotos vom Besuchsmeerschweinchen-Training

Es wäre geplant gewesen, dass Nui, Scotty und Georgie einmal als Special Animals-Besuchsmeerschweinchen aktiv werden. Daher haben wir in den letzten Monaten ein vorbereitendes Training durchlaufen. Leider hat sich bei Nui mein Verdacht eines beidseitigen Katarakts bestätigt, wodurch ihr Einsatz als Besuchsmeerschweinchen beendet ist, bevor er begonnen hat. :-(

Am 6. Mai 2010 haben Lea, Scotty und Georgie ihren ersten Besuchseinsatz in der Integrationsgruppe eines Kindergartens absolviert. :-)
Leider ist Georgie Ende Mai ganz überraschend verstorben und auch von Lea mussten wir uns im September schweren Herzens verabschieden, sodass im Moment nicht an weitere Einsätze zu denken ist.

Trotzdem gibt es hier einige Fotos vom Training, damit man sich ein Bild davon machen kann, wie wir vorgegangen sind.
In Wahrheit beginnt das Training ja am ersten Tag bei mir, weil wir von Tag 1 an mit vertrauensbildenden Maßnahmen beginnen. Alle Fellbeutelmeiers lernen Futter in unterschiedlichsten Situationen aus der Hand zu nehmen - was auch im Krankheitsfall sehr wichtig ist - sie lernen sich angreifen, fangen, hochheben und streicheln zu lassen - mit mehr oder weniger großer Begeisterung. ;-)
Und sie lernen, dass man mit Mensch auch Spaß haben kann, was besonders wichtig ist. Denn Training ist immer auch Beziehungsarbeit und mit Meerschweinchen in einen tiergestützten Einsatz zu gehen, wenn die Vertrauensbeziehung zwischen Mensch und Meerschwein nicht vollkommen stimmt, ist für mich tierschutzwidrig.

Aber natürlich gehört zum vorbereitenden Training für einen tiergestützten Einsatz noch mehr...
Die Tierchen müssen alle Gegenstände, die man zu einem Einsatz mitnimmt, in vertrauter Umgebung kennen lernen. Außerdem ist es wichtig, dass sie immer wieder mit verschiedenen Menschen - auch mehreren auf einmal - in der gewohnten Umgebung Kontakt haben. Wenn ein Meerschweinchen schon in der gewohnten Umgebung sehr gestresst reagiert, wenn es von einem Fremden am Arm gehalten wird, ist es für einen tiergestützten Einsatz nicht geeignet. Dasselbe gilt auch für Meerschweinchen, die zwar in der gewohnten Umgebung durchaus cool reagieren, mit einem Umgebungswechsel aber nicht zurecht kommen.

Die wichtigste Grundvoraussetzung für einen tiergestützten Einsatz ist daher, dass man die Reaktion der Tiere in unterschiedlichen Situationen gut einzuschätzen lernt. Und das gelingt nur, wenn man viel Zeit mit ihnen verbringt und sie kontrolliert in unterschiedliche Situationen bringt.
Außerdem braucht man Futter, für das sich Meerschweinchen wirklich begeistern - das ist nicht immer leicht zu finden. ;-)

Und hier einige Fotos vom Training:

Das Kennenlernen der Transportbox,

der Heuraufe, die in Einsätze mitgenommen wird und
 

der Decke, die für einen Einsatz als Bodenfläche mitgenommen wird.

Man lernt auch, dass Futter außerhalb des Käfigs nicht immer aus der Hand kommt, sondern am Boden liegen kann, ...
 

und dass man sich manchmal bürsten ...
 

und ungeschickt angreifen lassen muss.

Futter muss auch auf einer erhöhten Fläche ohne Stressanzeichen genommen werden.

Und es gibt auch so seltsame plüschige Gesellen, mit denen man sich etwas anfreunden muss, falls sie in einen Einsatz mitgenommen werden.
 

Scotty prischt sich ganz mutig an die Wasserflasche im neuen mobilen Flaschenhalter an - ein großes Dankeschön an Yvonne von Caviadesign :-)
 

Unter aufgestellten Beinen gehen die meisten Meerschweinchen gerne durch - trainiert muss aber auch mit "fremden" Menschen werden.
Heu muss auch in fremder Umgebung schmecken,
 
man muss mutig auf Erkundungstour gehen, ;-)
unbekannte Käfige erforschen,
 
das mobile Zimmergehege als sicheren Rückzugsort kennen lernen,
 
immer gemeinsam unterwegs ...
 
Und eine kleine Pause zwischendurch muss auch sein!
   
   
   
   

 

© Marion Reich, Wien